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	<title>Kontrollierter Alkoholkonsum </title>
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		<title>Kontrollierter Alkoholkonsum </title>
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		<title>Wenn Mama trinkt&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jan 2010 12:15:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>guenter378</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Alkoholprobleme]]></category>
		<category><![CDATA[Familie und Sucht]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe bei Alkoholproblemen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder aus suchtbelasteten Familien]]></category>

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		<description><![CDATA[Um 06:30 klingelt der Wecker von Nadine. Die Wohnung ist noch ganz dunkel. Sie steht auf, zieht sich an und fängt an Frühstück vorzubereiten. Anschließend weckt sie ihren kleinen Bruder. Nach dem gemeinsamen Frühstück verlassen sie das Haus, um zur Schule zu laufen. Nadine ist neun Jahre alt und besucht die dritte Klasse der Grundschule, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=guenter378.wordpress.com&amp;blog=7609402&amp;post=15&amp;subd=guenter378&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://guenter378.files.wordpress.com/2010/01/verzweiflung.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-16" title="verzweiflung©Paul-Georg Meister/PIXELIO.de" src="http://guenter378.files.wordpress.com/2010/01/verzweiflung.jpg?w=300&#038;h=199" alt="" width="300" height="199" /></a>Um 06:30 klingelt der Wecker von Nadine. Die Wohnung ist noch ganz dunkel. Sie steht auf, zieht sich an und fängt an Frühstück vorzubereiten. Anschließend weckt sie ihren kleinen Bruder. Nach dem gemeinsamen Frühstück verlassen sie das Haus, um zur Schule zu laufen. Nadine ist neun Jahre alt und besucht die dritte Klasse der Grundschule, ihr kleiner Bruder ist dieses Jahr eingeschult worden.</p>
<p>Am frühen Nachmittag geht sie alleine nach Hause. Freunde hat sie nicht viele.</p>
<p>Ungewiss öffnet sie die Haustüre. Ihr Magen zieht sich zusammen, da sie nicht weiß, in welchem Zustand sie ihre Mutter vorfinden wird.</p>
<p>Sie hört aus dem Wohnzimmer den Fernseher laufen. Ihre Mutter liegt schlafend auf dem Sofa. Auf dem Tisch stehen einige leere Bierflaschen. Nadine deckt ihre Mutter mit einer Tagesdecke zu und räumt die Flaschen weg.</p>
<p>Leise geht sie in die Küche, um Mittagessen zu kochen. Sie hofft die Mutter nicht zu wecken, sie weiß, dass ihre Mutter getrunken hat und nun ihren Rausch ausschlafen muss.</p>
<p>Spät abends kommt ihr Vater nach Hause. Er arbeitet im Schichtdienst, Nadine sieht ihren Vater nur kurz vor dem Schlafengehen.</p>
<p>Nachts wird Nadine wach, sie hört ihre Eltern laut streiten. Ihre Eltern streiten oft. Sie hofft, dass sie nichts falsch gemacht hat und ihre Eltern nicht wegen ihr streiten. Sie kuschelt sich ganz fest an ihren Schmusehasen namens Hansi und flüstert ihm ihre Gefühle ins Ohr. Sonst kann sie niemanden erzählen was in ihr vorgeht, Freunde hat sie lange nicht mehr zu sich nach Hause eingeladen. Die Angst ist zu groß, dass irgendjemand mitbekommen könnte, dass ihre Mutter trinkt.</p>
<p>Kinder aus suchtbelasteten Familien brauchen ebenso wie ihre Eltern Hilfe.</p>
<p>Sie leiden stark unter der enormen familiären Belastung durch die Suchterkrankung und trauen sich häufig aus Angst und Scham nicht, sich jemandem anzuvertrauen. Sie wollen ihre Eltern nicht verraten und haben Angst sie zu verlieren. Die Gefahr der sozialen Isolation ist sehr hoch, ebenso später selbst suchtkrank zu werde.</p>
<p>Meist dreht sich innerhalb des Familienlebens alles nur noch um die Sucht. Für die Kinder und deren Bedürfnisse bleibt nur wenig Zeit. Dadurch fühlen sie sich ungeliebt und nicht beachtet. Vielfach haben sie das Gefühl, sie seien Schuld an der Suchterkrankung des Elternteils. Daraus entsteht eine tiefe und nachhaltige Verunsicherung.</p>
<p>Der suchtmittelabhängige Elternteil ist häufig unzuverlässig und sein Verhalten unberechenbar.</p>
<p>Kinder übernehmen häufig die Rolle und die Verantwortung von Erwachsenen, um das Familiensystem zu erhalten und den fehlenden Part des Elternteils auszugleichen. Sie machen den Haushalt, kümmern sich um Geschwister oder stellen einen Partnerersatz für den nicht abhängigen Elternteil dar.</p>
<p>Um Kinder aus ihrer Isolation zu holen, bieten die Caritas Sozialdienste Rhein-Kreis Neuss GmbH Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche aus suchtbelasteten Familien an: KiZ (Kids im Zentrum. KiZ findet in der Fachambulanz für Suchtkranke auf der Lindenstrasse 1 in Grevenbroich statt, weitere Gruppen gibt es in Neuss und Dormagen.</p>
<p>Bei KiZ sollen Kinder insbesondere eine Entlastung erfahren. Es ist wichtig zu den Kindern eine vertrauensvolle Beziehung herzustellen und ihnen Kontinuität sowie Stabilität zu geben.</p>
<p>Innerhalb des Gruppenangebots haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit sich mit Gleichaltrigen auszutauschen und erfahren so eine Enttabuisierung ihrer eigenen Situation. Sie erleben, dass es auch andere Betroffene gibt und werden hierbei von Fachpersonal begleitet. Es wird stark auf das individuelle Bedürfnis der Kinder und Jugendlichen Rücksicht genommen, sie können entscheiden, wie viel sie erzählen oder über was sie berichten möchten. Ein starker Fokus liegt ebenso auf den freizeitpädagogischen Angeboten. Kinder und Jugendliche können sich dabei spielerisch selbst erleben und auszuprobieren. Hier sollen sie unter Anleitung einer pädagogischen Fachkraft die Möglichkeit erhalten, ihre Gefühle zu spüren, Spaß, Zorn, Wut oder auch die Trauer zeigen zu können.</p>
<p>Neben dem Angebot für Kinder und Jugendliche haben Eltern die Möglichkeit zur Einzel- und Paarberatung. Hierdurch sollen die Eltern Unterstützung erhalten, Erziehungsprobleme zu klären und zu bewältigen. Ziel ist die Stärkung der elterlichen Erziehungskompetenz. Gemeinsam mit der gesamten Familie können individuelle Lösungskonzepte erarbeitet werden.</p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;"> </span></strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration:underline;">Informationen:</span></strong></p>
<p>CaritasSozialdienste Rhein-Kreis Neuss GmbH</p>
<p>Fr. Küpper, Hr. Faßbender</p>
<p>Lindenstr. 1</p>
<p>41515 Grevenbroich</p>
<p>Tel. 02181/5665                    </p>
<p><a href="mailto:fachambulanzgv@caritas-neuss.de">fachambulanzgv@caritas-neuss.de</a></p>
<p>Foto: ©Paul-Georg Meister/PIXELIO.de</p>
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		<title>Alkoholprobleme Ratgeber: Neuerscheinung</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 11:33:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>guenter378</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Schneider Verlag Hohengehren ist im Juni 2009 der Ratgeber „Na dann prost“ erschienen.     Im Vorwort des Buches schreibt Rolf Hüllinghorst (bis 2008 Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. - DHS), „Dieses Buch kann helfen, mehr Menschen mit Alkoholproblemen früher zu erreichen und sie besser zu behandeln. Mögen es viele Menschen lesen und davon profitieren“.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe ein Buch geschrieben!</p>
<p>Neuerscheinung: Ratgeber „Na dann prost“</p>
<p>– Alkoholprobleme erkennen und überwinden –</p>
<p> </p>
<p>Ein erfahrener Suchttherapeut gibt in verständlicher Weise praktische Hilfestellungen, den Teufelskreis der Alkoholsucht zu erkennen und zu überwinden.</p>
<p> </p>
<p>Im Schneider Verlag Hohengehren ist im Juni 2009 der Ratgeber „Na dann prost“ erschienen.     Im Vorwort des Buches schreibt Rolf Hüllinghorst (bis 2008 Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. &#8211; DHS), „Dieses Buch kann helfen, mehr Menschen mit Alkoholproblemen früher zu erreichen und sie besser zu behandeln. Mögen es viele Menschen lesen und davon profitieren“.</p>
<p> </p>
<p> </p>
<p>In Deutschland sind 1,6 Millionen Menschen von Alkohol abhängig. Etwa 10 Millionen Menschen gelten als alkoholgefährdet, d.h. sie haben ein riskantes Trinkverhalten. Die Grenzen zwischen Genuss und riskantem Konsum sind fließend. Es gibt wohl kaum einen Menschen, der mit dem Vorsatz Alkohol trinkt, Beruhigungsmittel einnimmt oder zu illegalen Drogen greift, um hiervon abhängig zuwerden. Der arglose Umgang mit Alkohol oder anderen Suchtmitteln kann irgendwann schleichend zur Abhängigkeit führen.</p>
<p>Immer noch wird in der Gesellschaft Alkoholabhängigkeit als Charakterschwäche gesehen. Als typischer Alkoholiker sieht man den Obdachlosen, der morgens am Kiosk steht und sein Bier trinkt. Dieses Bild des Alkoholikers dient vielen Menschen dazu, nicht selbst über den eigenen Umgang mit Alkohol kritisch nachdenken zu müssen. Dabei leben Suchtkranke in allen gesellschaftlichen Schichten, Berufen und Altersklassen.</p>
<p>Die Ursachen, die zur Entwicklung einer Alkoholabhängigkeit führen können, sind so vielschichtig wie das Leben. Alles, was dazu dient, den Sorgen des Alltags zu entfliehen, kann zu süchtigem Verhalten und zur Abhängigkeit führen. Jedes Suchtverhalten ist ein Versuch Probleme zu lösen, der nicht nur erfolglos ist, sondern selbst zum Problem wird. Alkohol löst Arbeitsverhältnisse, Ehen, Familien, Bankkonten, Freundschaften und Gehirnzellen auf. Alkohol löst jedoch keine Probleme. Je eher jemand es schafft, sich seine Alkoholprobleme einzugestehen, desto höhere Erfolgsaussichten hat er, sie mithilfe einer Beratung oder einer Behandlung zu überwinden.</p>
<p> </p>
<p>In dem Ratgeber „Na dann prost“ verbindet der Autor fundierte Informationen über Entstehung, Verlauf und unterschiedliche Möglichkeiten zur Überwindung von Alkoholproblemen mit zahlreichen Beispielen aus seinem beruflichen Alltag. Zudem beschreibt er die Hintergründe, die trotz erfolgreicher Behandlung zum Rückfall führen können und gibt Ratschläge für Angehörige, wie sie mit den Alkoholproblemen ihres Partners umgehen können. Einige Betroffene schildern selbst ihre Entwicklung bis hin zur Alkoholabhängigkeit und deren Überwindung mithilfe einer Behandlung. Manch ein Leser mag sich in diesen Lebensgeschichten wieder finden. Die Berichte des Autors aus seiner beruflichen Erfahrung und der Betroffenen aus ihren persönlichen Lebensgeschichten machen Mut, Alkoholabhängigkeit nicht als Schande, sondern als Krankheit zu verstehen, die überwunden werden kann.</p>
<p> </p>
<p>Angaben zum Buch</p>
<p>Günter Faßbender „Na dann prost“ – Alkoholprobleme erkennen und überwinden.</p>
<p>Erschienen  im Schneider Verlag Hohengehren, Wilhelmstr.13, D-73666 Baltmannsweiler.</p>
<p>127 S. Kt. ISBN 9783834005816. € 12,-</p>
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		<item>
		<title>Alkoholprobleme</title>
		<link>http://guenter378.wordpress.com/2009/05/04/hello-world/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 05:33:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>guenter378</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Alkoholabhöngigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Alkoholprobleme]]></category>
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		<description><![CDATA[Alkoholprobleme, Ratgeber, Alkoholabhängigkeit, Suchtprobleme<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=guenter378.wordpress.com&amp;blog=7609402&amp;post=1&amp;subd=guenter378&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kontrollierter Alkoholkonsum für Suchtkranke</p>
<p> – Mythos oder Wirklichkeit? -</p>
<p> </p>
<p>Welcher der 1,6 Mio. Alkoholiker würde sich dies nicht wünschen. Kontrolliert Alkohol konsumieren zu können, ohne die Gefahr wieder in das alte Suchtverhalten zurückzufallen. Dieses Thema bewegt nicht nur Betroffene sondern auch die Fachwelt.</p>
<p> </p>
<p>Das „Programm zum kontrollierten Trinken“, das von Prof. Dr. Körkel entwickelt wurde, erweckt die falsche Hoffnung, dass nicht nur Menschen mit einem riskanten Alkoholkonsum (nach der Weltgesundheitsorganisation WHO mehr als täglich 20 g Alkohol für Frauen und 30 g für Männer) sondern auch suchtkranke Menschen einen reduzierten und problemlosen Umgang mit Alkohol erreichen können.</p>
<p>Da nur etwa 10 % der Menschen mit einem problematischen Alkoholkonsum von den traditionellen Suchtberatungsstellen erreicht werden, hofft man gleichzeitig nicht nur Alkoholiker sondern auch Risikotrinker mit diesem sogenannten „zieloffenen Programm“ zu erreichen. Die Zahl der Menschen die zwar noch nicht abhängig sind jedoch den Grenzwert der WHO deutlich überschreiten wird in Deutschland auf 10% der Bevölkerung geschätzt.</p>
<p>Bei näherer Betrachtung des Programms zum kontrollierten Trinken und der entsprechenden Studien hierzu wird deutlich dass hier bei Menschen, die alkoholabhängig sind, Hoffnungen geweckt werden, die wenig realistisch sind.</p>
<p>Ausgerechnet bei chronisch Suchtkranken, die es trotz wiederholter, traditioneller Behandlung nicht geschafft haben ein alkoholfreies Leben aufzubauen, wurde dieses Programm entwickelt und erprobt. Alkoholiker, die u.a. aufgrund ihrer Arbeitslosigkeit, ihres starken körperlichen Abbaus durch einen chronischen Alkoholkonsum und fehlender sozialer Bezüge schlechte Aussichten haben, ein Leben ohne Alkohol führen zu können. Wäre ein dauerhaft, reduzierter Alkoholkonsum für diesen Personenkreis durch ein „Programm zum kontrollierten Trinken“ möglich, um wie viel eher müsste dies für Alkoholiker möglich sein, die noch eine Arbeitsstelle, eine Familie und noch eine weitgehend intakte körperliche Verfassung aufweisen? Anstatt von kontrolliertem Umgang mit Alkohol für Alkoholiker zu sprechen, sollte daher eher von einer Reduzierung der Trinkmenge und der Häufigkeit des Alkoholkonsums gesprochen werden. Dies kann eine Alternative sein zum „unkontrollierten Zuvieltrinken“ insbesondere für Menschen, für die das Ziel der dauerhaften Abstinenz nicht erreichbar erscheint. Gibt man im Selbsttest auf der Webseite <a href="http://www.kontrolliertes-trinken.de/">http://www.kontrolliertes-trinken.de</a> Trinkmengen, Trinkgewohnheiten und andere Merkmale ein, wie sie ein Alkoholiker wahrheitsgemäß eingeben würde, so wird als Testergebnis auch hier die abstinente Lebensführung empfohlen. Als alternatives Ziel wird der reduzierte Alkoholkonsum empfohlen. Dies macht deutlich, das auch für Prof. Körkel klar zu sein scheint, das für Alkoholiker eine Abstinenzorientierung notwendig ist.</p>
<p>Auch Menschen mit einem riskanten Alkoholkonsum haben in einer Suchtberatungsstelle immer schon die Möglichkeit in einer Beratung ihren Umgang mit Alkohol kritisch zu hinterfragen und Hilfestellung zur Überwindung einer evtl. Suchtgefährdung zu erhalten. Im Verlauf einer langfristigen Beratung zeigt sich für den Betroffenen, ob noch ein kontrollierter und problemloser Umgang mit Alkohol erreicht werden kann. Kontrollierter Umgang mit Alkohol im Sinne eines „normalen Alkoholkonsums“ bedeutet jedoch nicht nach Plan bzw. Strichliste Alkohol zu konsumieren. Wer dies benötigt, um nicht ständig zu viel Alkohol zu konsumieren, ist schon in hohem Masse gefährdet, wenn nicht bereits abhängig vom Alkohol. Gerade der „Kontrollverlust“, d.h. seinen Umgang mit Alkohol nicht mehr willentlich steuern zu können ist das Hauptmerkmal der Alkoholabhängigkeit. Kontrollierter Umgang mit Alkohol bedeutet noch in der Lage zu sein, dauerhaft so mit Alkohol umgehen zu können, dass der Alkoholkonsum nicht immer wieder zu Problemen führt. Was dies im Einzelnen bezüglich der Trinkmenge, der Häufigkeit des Konsums, der Trinkanlässe etc. bedeutet, ist nur im Einzelfall zu klären. Erst wenn Betroffene durch eigene Erfahrung im Umgang mit Alkohol klar haben, nicht mehr „kontrolliert“ mit Alkohol umgehen zu können, kann eine ambulante oder stationäre Behandlung mit dem Ziel der dauerhaft, abstinenten Lebensführung eingeleitet werden.</p>
<p>Das angeblich manche Alkoholiker nach einer Behandlung bzw. nach Jahren der Abstinenz wieder kontrolliert Alkohol konsumieren können beruht eher auf einer vorschnellen bzw. falschen Diagnose. Dies sind Personen, die nie alkoholabhängig waren, sondern bei denen vorschnell diese Diagnose gestellt und eine Behandlung eingeleitet wurde. Diese Personen hätten auch ohne eine Behandlung eine Änderung ihres Trinkverhaltens erreichen können.</p>
<p>Programme zum kontrollierten Trinken können eine Möglichkeit zur Früherkennung sein, sollten jedoch nicht falsche und für Alkoholiker gefährliche Hoffnungen wecken.</p>
<p> </p>
<p>Verfasst von:</p>
<p>Name: Günter Faßbender, Dipl. Sozialarbeiter</p>
<p>Seit 1981 in der Suchtberatung und der ambulanten Rehabilitation von Suchtkranken tätig.</p>
<p>Autor des Buches „Na dann Prost – Alkoholproblemen erkennen und überwinden“</p>
<p>erschienen im Schneider Verlag Hohengehren.</p>
<p>Anschrift: Markgrafenstrasse 4, 41515 Grevenbroich</p>
<p>E-Mail: <a href="mailto:guenterfassbender@web.de">guenterfassbender@web.de</a></p>
<p>Web: <a href="http://www.guenter-fassbender.de">www.guenter-fassbender.de</a></p>
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